Training für das Gehirn

„Sascha, ich möchte meinen Körper wieder in Form bringen und mein Wunschgewicht erreichen“, „Sascha, ich möchte mich in meinem Körper endlich wieder wohlfühlen und Muskeln aufbauen“, oder „Sascha, ich möchte gerne präventiv etwas für meine allgemeine Fitness machen“. Diese und ähnliche Sätze sind meine treuen Begleiter in meinem Alltag als Personaltrainer.

Wie wir alle wissen, ist das Gehirn unser wichtigster Muskel und muss ebenfalls aktiv trainiert und bewegt werden. In dieser schnelllebigen und hektischen Zeit ist unser Gehirn einer permanenten Reizüberflutung ausgesetzt und von allen Ecken prasselt es auf uns ein. Sogar Kinder werden schon durch die vielen Sinneseindrücke überaktiviert. Diese Thematik stellt eine große Herausforderung für das menschliche Gehirn da. Es ist schlichtweg nicht dafür gemacht!

Das Gehirn besteht aus 100 Milliarden Nervenzellen und täglich bilden sich im Hippocampus, unserer Gedächtniszentrale, neue Neuronen. Diese dienen dazu Signale weiterzuleiten, die von Neurotransmittern wie Noradrenalin oder Dopamin ausgeschüttet werden.

Angenommen, Du fährst mit Deinem Auto auf einer Landstraße und plötzlich rennt ein Tier auf die Straße. Du musst im Bruchteil einer Sekunde reagieren und auf die Bremse treten, um ein Unglück zu vermeiden. Genau für diesen Impuls sind unsere Neuronen zuständig.

Mit dem aktiven trainieren unserer Nervenzellen bzw. unserer Neuronen, verbessern wir nicht nur unser Reaktionsvermögen, sondern ebenso unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Am effektivsten schult man durch das propriozeptive Training die Wahrnehmung und die Reaktionsfähigkeit, doch gibt es auch einige nicht so schweißtreibende Übungen die sich im Alltag leicht für Jedermann integrieren lassen.

Bekannterweise nimmt unter Stress die Lern- und Gedächtnisleistungen ab und die Fehlerhäufigkeit steigt.

Zum Entgegenwirken und zur gleichzeitigen Förderung beider Gehirnhälften, habe ich Dir drei spaßige Übungen zusammengestellt, die Du auch gerne mit Deiner Familie ausprobieren kannst.

Ich wünsche Dir viel Freude dabei und immer daran denken, Lachen ist gesund. 

1. „mit den Fingern zeigen“     

Stelle Dich aufrecht hin und zeige mit dem Zeigefinger der linken Hand auf eine andere (imaginäre oder reale) Person. „DU“. Gleichzeitig zeigt der Daumen Deiner rechten Hand auf Dich; „ICH“. Fange nun an die Finger, sowie Deine Hand zu wechseln. Es zeigt also jetzt Dein rechter Zeigefinger auf das „DU“ und Dein linker Daumen zeigt zu Dir. Das Wechselspiel beginnt, doch beachte bitte das Deine Hände keine „Pistole“ bilden dürfen. Steigere das Tempo. Wenn Du Dich nun mit der Übung vertraut gemacht hast, kannst Du als Steigerung dazu Deinen Namen vorwärts und rückwärts buchstabieren. Eine weitere Steigerung wäre, wenn Du dabei auf der Stelle marschierst.

Diese Übung fördert die Vernetzung beider Gehirnhälften und verbessert deutlich die Konzentration.

 

2. Spaziergang des Gehirns 

Stelle Dich aufrecht hin und lass Deine Schultern und die Arme locker hängen. Atme mehrmals tief durch.

  • nun fange an auf der Stelle zu marschieren und hebe abwechselnd das linke und rechte Knie hoch. Hebe diagonal im Wechsel Deine Arme hoch (sobald Dein linkes Knie oben ist, hebe Deinen rechten Arm).
  • nach einigen Wiederholungen, hebst Du nun im Wechsel Deine Arme parallel zum Schritt (gleichzeitig das rechte Knie hoch und den rechten Arm hoch).
  • nach einer Weile schwingst Du beide Ellbogen parallel nach hinten, während Du weitermarschierst.
  • führe nun die drei Bewegungsabläufe im schnellen Wechsel hintereinander und auch durcheinander aus

Diese Übung wirkt sehr gut bei akutem Stress. Deine Aufmerksamkeit wird von der aktuell belastenden Stresssituation auf Deinen Körper und seine Bewegungsausführung gelenkt. Die Koordination der rechten und linken Körperseite werden durch Integration beider Gehirnhälften verbessert. Auch Deine Aufmerksamkeit und Deine Konzentration wird durch diese Übung gefordert.

 

3. Entspannungsübung für unser Gehirn 

Wie am Anfang des Blogs beschrieben, ist unser Gehirn täglich einer Reizüberflutung ausgesetzt und es kommt nicht selten vor, dass unser Verstand uns täglich etwas vorspielt. Diese Übung lässt Deine Gedanken ruhiger werden und stärkt Deine intuitive Wahrnehmung. Der Stress wird mental und emotional abgebaut, fördert positives Denken und Deine Selbstwahrnehmung steigt. Besonders wirksam ist diese Übung vor herausfordernden Situationen.

Setze Dich bequem mit geradem Rücken auf einen Stuhl. Deine Beine stehen nebeneinander und Deine Füße haben einen guten Bodenkontakt. Breite Deine Arme so weit aus, wie es für Dich angenehm ist.

Nun stelle Dir vor, Du hast in Deiner linken Hand Deine linke Gehirnhälfte und in Deiner rechten Hand Deine rechte Gehirnhälfte mit jeweils den Aufgaben, die jede Gehirnhälfte zu erfüllen hat (die linke Hälfte denkt logisch, abstrakt und analytisch und die rechte Gehirnhälfte bildhaft, gefühlsbetont und schöpferisch).

Nun führst Du Deine Hände langsam vor Deinen Körper zusammen und verschränkst dabei Deine Finger. Stelle Dir nun vor, wie Du beide Gehirnhälften zusammenfügst.

Für Deine bevorstehende Aufgabe kannst Du nun all das gespeicherte Wissen und die Fähigkeiten Deines Gehirns im entscheidenden Moment abrufen. Atme ruhig ein und aus und fühle diese Verbindung zehn Atemzüge lang.

Diese Übung aktiviert beide Gehirnhälften, steigert Deine geistige Leistungsfähigkeit und fördert Deine Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit.

Sascha Serbolandi
Autor:Sascha Serbolandi
Rubrik:Sport
Datum:8. März 2018
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